Da sind wir wieder

Nach fast einem Jahr Pause sind wir wieder da: Vier Kinder mit ihrem Feldbett! Und wir sind schon ganz heiß darauf, dieses unser Feldbett schon in wenigen Wochen zum zweiten Mal auf der Berlinale aufschlagen zu können! Diese freudige Aussicht auf eine Neuauflage des letztjährigen Festival-Marathons haben wir zum Anlass genommen, unser virtuelles Spiegelbild ein bisschen aufzupolieren: Tschüss Tumblr, Hallo WordPress!

Unsere Beiträge und Kritiken zur letzten Berlinale sind deshalb natürlich nicht verloren, sondern werden sich in Bälde, wenn unser Umzug abgeschlossen ist, auf dieser unserer neuen Plattform wiederfinden. In Bälde – soll heißen: nach der Berlinale. Denn bis dahin werden wir vermutlich genug damit zu tun haben, neue Artikel zu verfassen. Und bevor wir unsere alten wieder sehen lassen können, bedürfen diese nochmal einer ordentlichen Generalüberholung, wie uns beim weiderholten Lesen schmerzhaft bewusst geworden ist – da macht sich dann der dauerhafte Schlafmangel doch bewusst. Virtuelle Notiz: Diesmal unbedingt Korrekturlesen lassen.

Wir freuen uns riesig und könnens kaum erwarten, endlich wieder zehn Tage lang in Kinosesseln zu versinken, nur unterbrochen von überdrehtem Schlangestehen und angestachelten Tipp-Orgien. Und wir freuen uns über euer Interesse (bewiesen durch den Umstand, dass ihr diesen Text lest) und darauf, diesmal endlich auch Kommentare erhalten zu können. Also, wir lesen uns spätestens in – tatsächlich genau – zwei Wochen wieder, wenn am 05. Februar die Berliner Filmfestspiele 2015 ihre Pforten öffnen.

Chakka

Sven, Maike, Jürgen und Constantin

Tag 10, 23:57 – erstes Resümée: Wir haben uns übernommen

Was uns spätestens heute bewusst geworden ist: Das Filmprogramm auskosten und gleichzeitig einen ausführlichen (und pünktlichen) Blog darüber führen ist nicht wirklich schaffbar. Over the Top. Zuviel gewollt. Und mündet unweigerlich in Stress – obwohl wir doch eigentlich zum eigenen Vergnügen schreiben wollten.

Und obwohl wir den Spaß noch nicht verloren haben – Fakt ist: Allein für die Filme, die wir bis heute abend alle gemeinsam geschaut haben, fehlen noch mindestens 5 Kritiken. Morgen werden noch mindestens 4 Filme dazukommen (da wir nicht alle die gleichen schauen) – und im Laufe des Tages werden wir kaum dazu kommen aufzuholen, da er vollständig mit Filme schauen (und anstehen, natürlich) zugepackt sein wird: Das macht insgesamt ca. 10 noch ausstehende Kritiken am Ende der Berlinale. Eine gute Bilanz sieht anders aus – und doch liegt diese Verzögerung nicht daran, dass wir faul gewesen wären: In jeder denk- und undenkbaren Lage haben wir zu Smartphone, Laptop oder Stift gegriffen und fleißig geschrieben – oft genug bis in den Filmvorspann hinein. Aber die Menge an Aufzunehmendem und die Zeit es zu verarbeiten stehen selbst bei “nur” 3 Filmen pro Tag einfach in keinem realistischen Verhältnis zueinander. Und schließlich soll ja das Über-Filme-Schreiben auch nicht auf Kosten des Filme-Schauens gehen… Dazu kommt noch das Spielen in Unterzahl (da waren’s nur noch drei) und natürlich die stetig zunehmende Übermüdung die das Verfassen von Kritiken nicht unbedingt leichter und wesentlich zeitaufwendiger macht…

Nun ja, klar ist bereits: Bis zur Vollständigkeit werden noch einige Tage, über das offizielle Berlinale-Ende hinaus ins Land ziehen. Aber wir kümmern uns drum – versprochen!

(Constantin)

Tag 10: Das erste miese Kino – im ‚Colosseum‘

So, mal kurz Aggression ablassen: Heute, 13.00 Uhr, wollten wir, wie angekündigt, den deutsch-israelischen Film ‘Anderswo’ schauen – Tickets hatten wir keine, setzten also auf die Akkreditierten-Schlange, aus der man bei nich freien Plätzen auch ohne Ticket reingelassen wird. Dazu mussten wir uns, zum ersten mal in unserem bisherigen Berlinale-Programm, ins ‘Colosseum’ begeben, ein Kino an der Schönhauser Allee, auf das wir durchaus gepannt waren – tatsächlich aber hat es das Kino geschafft, bereits durch einen 45-minütigen Aufenthalt als potentielle Wiederbesucher definitiv zu verlieren:

Dass bereits unser Weg dahin zum Martyrium wurde (verpasste S-Bahnen, Sackgassen im Bahnhof Gesundbrunnen und ein abgehetzter Fußmarsch), daran sind wir zugegebenermaßen selbst schuld – und evtl. hat dieser Einstieg nicht unbedingt unsere Geduld erhöht. Dass wir aber noch eine viertel Stunde nach Vorstellungsbeginn vergeblich Infos zum Einlass gewartet haben (während weiter fleißig Tickets verkauft wurden, deren Besitzer dann teilweise auch nicht mehr eingelassen wurden), obwohl bereits 10 Minuten vor Beginn absehbar hätte sein können, dass da nichts mehr gehen würde (angesichts der Schlange für Tickets); dass wir erst auf mehrfaches Nachfragen schließlich bloß ein aus dem Mundwinkel gemurmeltes “is voll” geerntet haben, bevor es schließlich Sven selbst übernahm, unsere Mitwartenden in angemessener Weise zu informieren (das Kino sollte ihm nen Job anbieten) – kurz dass wir quasi durchgehend ignoriert, als Besucher/Menschen zweiter Klasse behandelt wurden, das geht absolut auf das Konto des ‘Colosseums’ (und wir waren nicht die einzigen, die die bodenlose Unfähigkeit bedauert haben). Wir sind sauer, jedenfalls, und werden in Zukunft keinen Fuß mehr über die Schwelle dieses Lichtspielhauses setzen!

Versteht diesen leicht überhitzten Post schonmal als Vorgeschmack auf das noch folgende Best-Of – und Worst-Of – der Berlinale-Kinos…

Constantin

Tag 9: Von Schlangen und anderen Ungeheuren – Constantin über Strategien des Vordrängelns

Da wir am Freitag erstmals geschlossen nicht in der frühmorgendlichen Ticket-Schlange standen, möchten wir diese Auszeit als Gelegenheit zur Reflexion nutzen und euch an unseren Überlegungen teilhaben lassen, zu Menschen in Schlangen – und es geht nicht um unvorsichtige Safari-Amateure… -> hier findet ihr den kompletten Eintrag.

Tag 9: Freitag, 14.02.

Neben drei sehenswerten Filmen, haben wir aus Anlass unsres heutigen Ansteh-Aussetzens eine kleine Reflexion über das Schlangestehen ausgearbeitet…

Kritik zu No Man’s Land: coming soon…

-> spontanes Reaktionsvideo hier

Kritik zu Boyhood: coming soon…

-> (ewas konfuses) Reaktionsvideo hier

Kritik zu Calvary: coming soon…

Tagebuch: Von Schlangen und anderen Ungeheuern – Constantin über Strategien des Vordrängelns