mother! – Art, Spaceships and Satire

This is what I thought art was about in high-school: a heavy, ‚deep theme‘ held together by rigid structure and the iron will of an artist.

This offhand quote characterizes Aronofskys new work ‚mother!‘ pretty well and sums up the immature approach of somebody caught in an artists fantasy: constantly talking about it(he doesn’t get tired of mentioning that he wrote the script in just five days), even making it the theme of most of his works, but never quite reaching the point of creating and speaking fluidly in his own film language. It’s a shame, because I didn’t hate ‚Black Swan‘ and quite enjoy seeing Jennifer Lawrence do her thing. I was quite curious and open to a special experience, but ‚mother!‘ is just so far of the mark on so many levels it made me cringe into my seat out of embarassment… mother! – Art, Spaceships and Satire weiterlesen

Cuba and the Cameraman – What is in your fridge?

There has been a lot of talk about Netflix joining one of the big festivals for the first time in 2015 with Beasts of No Nation. This year a few Netflix-Productions are present at the Lido again: Starring Jane Fonda and Robert Redford in ‚Our souls at night‘, the series Wormwood and Suburra as well as ‚Cuba and the Camera Man‘, a 40- years-in-the-making documentary about life and times in Cuba. Cuba and the Cameraman – What is in your fridge? weiterlesen

Caniba – (In)human desire in Close Up

Cannibalism has always been a horror story in the sense that it provokes both disgust and fascination. In colonial history and legends from the greek to the slavic it has served to separate the human from the inhuman, the civilized from the primitive. And at this point ‚Caniba‘ starts, a documentary by Verena Paravel and Lucien Castaing-Taylor, who work as both anthropologists and filmmakers. It puts the viewer uncomfortably close to the questions: What can we know about cannibalistic desire? What do cannibals dream of at night?

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Berlinale 17 – Was bleibt?

Berlin Alexanderplatz, 19. Februar 2017: Ich komme aus dem letzten Film der Berlinale, draußen vor dem Kino hat sich das Publikum gesammelt, angeregte Gespräche rund herum. „Newton“, der zweite Film des indischen Regisseurs Amit Masurkar, ist noch in aller Munde, Augen, Ohren. Ich lächele in mich hinein, viele der anderen Zuschauer scheinen genauso begeistert gewesen zu sein.  Dann schließe ich einfach mal kurz die Augen, halte das Gesicht in den Nieselregen und genieße die Atmosphäre. Gesprächsfetzen gehen hin und her: „Der Moment, wo sie durch den Dschungel laufen, und dann-„, „…Mischung aus Tiefgründigkeit und Komik, das war doch super-„, „…und die Kamera, an der Stelle eben nicht nah zu gehen-“ Neben mir tritt eine Frau ihr Zigarette aus. Meine Augen gehen auf. Die Lichter des kleinen Berlinale „Eingangstores“ sind schon ausgeschaltet, der schmale, rote Anstandsteppich wurde eingerollt, als würden die Veranstalter das Ende des Festivals vorwegnehmen, während die Besucher noch voller Eindrücke beisammenstehen. Der Blick aufs Handy zeigt 0 Uhr 25 am 20. Februar 2017. Also jetzt wirklich: Die Berlinale ist ganz offiziell vorüber, aber die Gefühle dieser Tage bleiben länger, wirken nach. Ein paar Wochen später drängt sich die Frage auf was tatsächlich bleibt von den hunderten Filmen im Programm. Welche kommen ins Kino? Welche landen im Giftschrank? Und: Bewegt sich was in Kinodeutschland?

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Sehsüchte 2017: Dritter Tag, Fazit, Preisträger UND Musikvideos!

So, da war er nun: der dritte Tag des Sehsüchte Festivals. Zeitgleich auch der letzte Tag, an dem ich mir Filme reinziehen wollte, da ich statt der Siegerscreenings am Sonntag einen dicken Kater nach der Sehsüchte-Party eingeplant hatte. Aber dazu später mehr. Erstmal gibt’s jetzt ein paar Highlights vom dritten Tag. Anschließend noch meine Meinung zu den verschiedenen Gewinnern (sofern ich sie gesehen habe, meine Quote ist hier wie auf jedem Festival wieder denkbar schlecht) und zum Abschluss stelle ich euch noch ein paar Perlen aus der Musikvideo Sektion vor. Ran ans Werk!

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Sehsüchte 2017 – Erster Tag, Eindrücke und Highlights

So, Ihr Lieben,
Die Kinder sind zurück, denn es ist Festivalzeit. Genauer gesagt ein Kind, aber dafür kindisch für vier. Ich treibe mich für euch auf dem Sehsüchte-Festival herum, dem internationalen Studierendenfilmfestival, organisiert von Medienwissenschaftsstudis der Filmuni Babelsberg.

Dort zeigen junge Filmemacher aller Länder bis zum ersten Mai ihre Dokumentar- Kurz- und Lang-Filme. Nebenbei gibt’s noch Panels und Workshops von und für Filmschaffende, die Sehsüchte-Party am Samstag und ein Kicker- wie auch ein Fußballturnier. Geilo! Sehsüchte 2017 – Erster Tag, Eindrücke und Highlights weiterlesen

Fra Balkongen – Wir wollten gar keine Spanner sein!

Ole Giæver zeigt seinen neuen Film auf dieser Berlinale“- das war der erste Satz, den man von mir im Vorfeld des Festivals auf die Frage zu hören bekam, worauf ich mich wohl am meisten freute. Denn Giævers letztes Werk Mot Naturen, der vor zwei Jahren auf den Filmfestspielen lief und die Geschichte eines Mannes erzählte, der alleine in der Natur auf sich, seine Ängste und die Krise seiner Ehe zurückgeworfen wird, hat mich tief berührt und war damals mein Lieblingsfilm der Berlinale. Nachdem ich Fra Balkongen nun endlich gesehen habe, muss ich zweierlei feststellen: Erstens, wer hier eine Art geistigem Nachfolger zu Mot Naturen erwartet, wird von diesem Film halb bestätigt, halb enttäuscht. Zweitens, Fra Balkongen hat mich leider eher ernüchtert als begeistert zurückgelassen. Fra Balkongen – Wir wollten gar keine Spanner sein! weiterlesen