Gedanken aus der Schlange

Wer nicht über den roten Teppich schwebt, ganz klar, der und die muss bei der Berlinale Schlange stehen. Das habe ich gleich am ersten Tag gemerkt und heute prompt vergessen mein Handyakku aufzuladen. Wunderbar, das mache ich jetzt immer so, denn in der Berlinaleschlange lernt man nicht nur nette Leute kennen (Hallo Gabi und Hendrik, falls ihr das lest!), sondern hat auch sehr viel Zeit zum Nachdenken. Zum Beispiel wie man eigentlich über Filme spricht.

Filme schauen ist für mich ein sehr persönliches Erlebnis. Mit dem Film schaut man auch immer ein bisschen in sich selbst hinein, in den eigenen Blick. Wie also von dem Moment heute Morgen bei „Vazante“ berichten, wenn sich fast zwei Stunden Film zu einem Moment der Vorahnung verdichten…? Kritiken schreiben ist im Vergleich dazu etwa so ergreifend wie Kochrezepte schreiben. Man nehme ein mittelgroßes Drehbuch, 300gramm  Regie und würze es mit einem kräftigen Schuss an tollen Schauspielern.  Obwohl das Schreiben natürlich manchmal hilft zu klären was man da eigentlich gerade gesehen hat…

Nichts desto trotz: Wie treffend und präzise die Worte zum Film auch sind, wie es genau am Ende schmeckt weiß nur der mit dem Löffel in der Hand. Und das ist ja auch das Faszinierende am Filme schauen. Eine Kritik – ob lang oder kurz, philsophisch, gesellschaftskritisch oder persönlich –  kann eigentlich immer nur eins sagen: Geh hin und schau selbst.

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